FloSchütz,
geboren 1974 in Wien, agiert seit 8 Jahren im Kunstbereich. In diesen
Jahren entstanden zahlreiche Bilder und Videoarbeiten. Ab dem Jahr
2002 nahm er verstärkt an Ausstellungen und Veranstaltungen
teil. Freundschaft und Zusammenarbeiten verbinden ihn mit Künstlern
wie Christof Stückelberger (CH), Peter Beil (A), Isabel Haase
(D), Wolf Mantler (A), Niki Neuspiel (A), Dana (A), Stephan Dom
(A), Bertram Königshofer (A), Anne Lotus (D), Tomás
Rydval (CZ), Thomas Ehgartner (A).
1999 gründete er mit Sissy Mirtl die a linea Multimediaproduktions
OEG.(http://www.alinea.at)
FloSchütz Bilder zeichnen sich durch intellektuelle Klarheit
und konzeptionelle Ordnung aus. Die Inhalte seiner Werke vermitteln
eine Stellungnahme, sind oft politisch, mitunter auch provokant.
Textfragmente und Typographie stellen ein wichtiges Stilmittel dar.
Inhaltliche Zusammenhänge, Farben, Komposition, Texte und beabsichtigter
Widerspruch bilden ein hintergründiges Ganzes.
Ein Bild zu betrachten ist leicht.
Die Auseinandersetzung ist Kräfte raubender.
FloSchütz: "Wo Kunst anfängt, wo sie aufhört,
wird gerne von kategorisierenden Gemütern definiert. Diese
Grenzen zu setzen diese Raster anzuwenden hat für die Kunst
aber keine Bedeutung. Sie bietet im besten Fall einigen Menschen
eine Orientierungshilfe.
Kernthema ist: Was beeinflusst mich, was regt mich als Betrachter
an. Es geht nicht um Definitionen; Es dreht sich um Ideen, Gedankenräume
und Gefühle.
Aus der Sicht des Kunstschaffenden: Denkprozesse zu initiieren,
den Kickstarter im Kopf eines anderen zu betätigen ist etwas
äußerst Lustvolles. Jemandem eine Idee weiterzugeben
und zu sehen, wie dieser damit umgeht. Wie reagiert er? Kommt die
Aussage an? Wie wird sie interpretiert. Welche Gedanken entstehen
daraus? Kommt die Botschaft nicht an, erhält das Werk einen
dekorativen Charakter.
Kunst hat viele Seiten. Mitunter auch hässliche und provokante.
Die Grundidee ist das Zentrum. Um diese Idee herum entstehen meine
Werke. Um dieser Idee Gestalt zu verleihen, ist mir jedes Mittel
recht. Hässlichkeit, sowie Provokation nehme ich in Kauf. Meine
Bilder beziehen Stellung.
Einige meiner Bildinhalte kommen aus dem Internet. Es ist für
mich faszinierend, sich mit unbekannten Gesichtern zu beschäftigen.
Es entsteht bei der Arbeit ein Pseudoverhältnis mit einer erdachten
Person. Ich glaube sie zu kennen, aber ich kenne sie nicht. Es ist
wie im Leben.
Skizzen und Ideen entstehen oftmals am Computer. Jeder Zeit ihr
Werkzeug. Ideen- und Gedankenräume können in jedem Medium
entstehen. Ideen werden in jenem Medium umgesetzt, welches am besten
zu passen scheint. Mich ausschließlich auf eine Leinwand zu
konzentrieren ist für mich nicht ausreichend. Videos und Installationen
sind da ein wichtiger Faktor: Man löst sich vom herkömmlichen
Tafelbild und bringt es zum Laufen."
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